Die große Portraitschule - Mit Fotokurs und Zeichenkurs lernen Menschen zu charakterisieren
DIE GROSSE PORTRAITSCHULE

Parallele Kurse zum Portrait in Zeichnung und Fotografie an einem Wochenende mit gemeinsamem Gedankenaustausch, Inspiration und Auswertung

Zeichenkurs Fotografiekurs Anmeldung Preis Inspiration
 

  

Menschen zu portraitieren ist einer der vielfältigsten kreativen Schaffensprozesse und sorgt bei allen Beteiligten für Freude und Inspiration. Der Weg zum selbst realisierten interessanten oder/und ästhetischen Charakterbild ist allerdings nicht einfach. Die Bewältigung des Umganges mit Menschen als Motiv, die Beherrschung der Technik und die Gestaltung des Bildes bereiten dem kreativ Schaffenden oft Schwierigkeiten.
Ziel ist es, durch den parallelen Ablauf von Portraitkursen der Kunstgattungen Zeichnen und Fotografie an einem Wochenende und in einem Haus - mit gemeinsamem Gedankenaustausch, Auswertungen und gegenseitiger Inspiration in den Pausen - einen intensiveren und vielfältigeren Einblick in die Portraitierung zu geben und damit den Kern des Portraits rationell zu vermitteln. Für die Workshopteilnehmer wird sich damit ein optimalerer Lerneffekt ergeben.
 

  
Durch den Künstler und Kursleiter Harald Blankenburg wird Portraitzeichnen vermittelt. Der Fotograf
Dieter Horn unterrichtet Sie in Portraitfotografie.

 

  

  

Kleine Einführung in die Kunstgeschichte des Portraits

Schon in der antiken Kunst der Griechen und Römer hatte die Portraitkunst eine hohe Blüte erreicht. Die Hauptform der erhaltenen Portraits dieser Epoche liegt allerdings in der Skulptur. Die Portraitdarstellung erfuhr in der Renaissance einen großen Aufschwung. Die Könige und Fürsten, später die Kaufleute und überhaupt das aufkommende wohlhabende Bürgertum , wollten so ihre ihre große Bedeutung demonstrieren. Auch die Selbstbildnisse der Maler, zunächst nur Mittel zum Studium, kündeten von deren gestiegenem Selbstbewusstsein (z.B. Rembrandt, Goya, Dürer). In der Moderne verlor das Portrait vorübergehend an Bedeutung. In der gegenwärtigen Kunst tritt es wieder mehr in den Vordergrund.

   

 

Der Zeichenkurs von Harald Blankenburg

Das Portrait – Spiegel der Seele

... Trotzdem dürfte seine Zeichnung nicht zu schwierig sein, denn kein anderes Wesen ist euch so
lieb und so gegenwärtig wie der Mensch (Natürlich im Sinne von überragendem Interesse gemeint, ohne die Schwierigkeiten zu leugnen (Anmerk. H. Blankenburg).

Ingres an seine Schüler

Allerdings ist die Darstellung des menschlichen Gesichts ganz bestimmt eine der größten Herausforderungen des Zeichners. Die Interessanteste ist sie allemal. Die objektive Schwierigkeit liegt darin, dass die dargestellte Person sich auf dem Kunstwerk ähnlich sehen soll. Dies bezieht sich nicht nur auf rein äußerliche Aspekte. Auch einiges vom Wesen des Portraitierten soll im Bilde erkennbar sein. Das Leben hinterlässt Spuren in unserer Seele, das fühlen wir. Und es hinterlässt Spuren in unseren Gesichtern. Dem versuchen wir mit Mitteln der Kunst nachzugehen.
       
             
 

Zeichnungen: Harald Blankenburg und H.Werner

Die Zeichnungen können zum Vergrößern angeklickt werden

 
Praktisches Arbeiten  Zeichnen nach Modell
Unsere erworbenen Kenntnisse wenden wir zunächst im Selbstporträt an, das mit Hilfe eines Spiegels  angefertigt wird. Wir tasten unser eigenes Gesicht mit den Händen ab. So erhalten wir ein besseres Bild von der Körperhaftigkeit. Wir spüren Richtungsänderungen und erfassen die wichtigsten Skelettteile und Muskeln des Gesichts.
So werden beispielsweise die Positionen und Funktionen von Unter- und Oberkiefer oder der Wangenknochen erfahrbar und bewusst gemacht. Für unsere Übung stehen uns auch eine weibliche und eine männliche Person als Modell zur
Verfügung.
Natürlich ist es eine gute Gelegenheit für uns, die Vielfalt der anwesenden Personen zum Portraitieren zu nutzen. Die KursteilnehmerInnen sitzen abwechselnd Modell (freiwillig). Ziel der letzten Übung ist das schnelle Erfassen der wesentlichen und typischen Merkmale eines Gesichtes. Ansonsten werden die Porträts sowohl en face (von vorn), im Profil als auch im Halbprofil anzufertigen sein. Das ergibt sich aus der jeweiligen Sitzposition, welche wir auch nach jeder Übung wechseln werden, um den Kopf aus verschiedenen Perspektiven zu beobachten. Es werden auch
Hinweise gegeben, wie Tiefe durch entsprechende Akzente erreicht werden kann.
Ergänzende Hinweise
Während des Kurses werden Sie individuell betreut, weil die künstlerischen Voraussetzungen erfahrungsgemäß sehr unterschiedlich sind. Dazu erhalten Sie ergänzende Hinweise zur Zeichentechnik sowie zur Bildgestaltung. Unsere bevorzugten Zeichenmaterialien werden Bleistift, Rötel und Kohle sein. Für alle, die farbig arbeiten wollen, ist Pastellkreide günstig.
Theoretische Grundlagen – Proportionen des Gesichts
Zum Portrait gehört mehr als nur das Gesicht. Wegen seiner hohen Bedeutung für die Erkennbarkeit  fällt es in vielen Anfängerarbeiten in Hinsicht auf die anderen Kopfteile (Ober- Hinterkopf, Hals- Schulterbereich) oft zu groß aus. Darum wird es zunächst unser Ziel sein, die Proportionen zu erkennen und sie später im Bild richtig umzusetzen. Es gilt, die wichtigsten Maße so zu verinnerlichen, dass die üblichen Fehler (z.B. Flachkopf, zu eng stehende Augen) vermieden werden können. Durch genaues und unabhängiges Beobachten werden wir unsere neuen Kenntnisse vertiefen.
Welche Voraussetzungen sollten die KursteilnehmerInnen mitbringen?
Dieser Kurs richtet sich an alle, die in ihr Leben verstärkt kreative Elemente einbringen wollen. Er erfordert keine Voraussetzungen außer der Freude am Zeichnen, der Bereitschaft, immer wieder Neues auszuprobieren, und auch das Erlernte durch Üben zu vertiefen. Für KursteilnehmerInnen, die bereits Erfahrungen im Portraitieren haben, ist dieser Kurs gut geeignet, um ihr Können zu erweitern. Sie haben anfangs den Spruch von Ingres gelesen. - Sie werden feststellen, es ist wirklich nicht so schwer, "ein" Portrait zu zeichnen. Zumindest werden Sie für den Versuch entschädigt, sich intensiv mit dem Thema Gesicht beschäftigt zu haben. Sie werden von da an Gesichter anders sehen, achtsamer, eindruccksvoller. Wir suchen die Schönheit abseits der glatten Ansicht, die uns täglich von der Werbung dargeboten wird. In jedem Gesicht liegt ein besonderer Ausdruck. Diesen versuchen wir zu heraus zu finden und darzustellen.
Und zu ihrer Beruhigung, als Michelangelo einen Papst gemalt hat und das Bild diesem nicht sehr ähnlich gesehen haben soll, soll Michelangelo gesagt haben: “Wer weiß denn in tausend Jahren noch, wie dieser Papst wirklich ausgesehen hat“.
Mitzubringendes Material:

• Spiegel (standfest und nicht zu klein)
• Zeichenblock, mindestens A3
• Bleistifte verschiedener Härtegrade (z.B. 2B, 4B)
• Rötel / Sepia
• Zeichenkohle
• Pastellkreide bei Bedarf
• Knetgummi
• Klebeband
• zusätzliches Material kann nach Belieben mitgebracht werden
 

Kontakt:   Harald Blankenburg

  

Der Portraitfotografiekurs von Dieter Horn

Der Portraitfotografiekurs vermittelt Grundlagen an technischen, gestalterischen und psychologischen Fähigkeiten, die der Teilnehmer selbst mit seinen Mitteln im Nachhinein nachvollziehen kann. Es werden absichtlich keine teueren Studioanlagen als Lehrmaterial verwendet. Der Hintergrund und die Beleuchtung werden mit einfachen Mitteln erreicht, die eine hochwertige Ausleuchtung garantieren. Diese erfolgt in Räumen und im Freien. Es werden "Mini-Porträtstudios" für die Übung aufgebaut. Inhaltlich sollen einfache, ehrliche und intensive Porträts ohne Spezialeffekte geschaffen
werden, die durch ihre Natürlichkeit wirken und den Schwerpunkt auf der Darstellung des Charakters
haben.
Modelle sind nicht im Preis enthalten. Es sollte jeder bereit sein, selbst mit Modell zu stehen. Bringen Sie bitte diesbezüglich in Auswahl helle und dunkle Kleidung mit. Farbige dünne Schals sind bei Frauen von Vorteil. Wenn möglich bringen Sie einen kleinen Gegenstand mit, mit dem Sie sich identifizieren (z.B. bei Musikern eine Geige).

  

      
       
 

Fotografie: Nadine Kresse, Kursteilnehmerin im Workshop Portrait,

Die Fotografien können zum Vergrößern angeklickt werden

  

Der Ablauf des Fotoworkshops
Der Fotografieworkshop dauert 2 Tage am Wochenende zuzüglich eines späteren Auswertungstreffens. Innerhalb des Workshops bilden sich Arbeitsgruppen von je zwei oder drei Personen, die sich gegenseitig fotografieren. Das ist notwendig, damit die Modellsituation selbst erlebt wird. Alternativ können Sie ein "Modell" mitbringen. Die Gruppen arbeiten selbstständig unter Anleitung des Referenten weiter. Gemeinsame Arbeitspausen in der Runde fördern das Kennenlernen innerhalb des Teilnehmerkreises. Der Fotoworkshop wird ein Seminar von 1,5 Stunden beinhalten, welches das notwendige Wissen vermittelt. Der Vortrag wird folgende Punkte erläutern:

• · Kameratechnik, Objektiv, Filter, Filmmaterial, Lichtführung, Hintergrund
• · Modell: Spezifika von Männern und Frauen, Psychologie, Kleidung, Pose
• · Genre: Selbst-, Kopf- und Milieu-Portraits
• · Portrait-Standards
• · Porträtfotografen

Übungskomplexe leiten die selbstständige Arbeit bis zur Auswertung ein. Ein Auswertungstreffen an einem späteren Freitagabend schließt den Workshop ab. Der Wochendworkshop beginnt jeweils um 9.00 Uhr und endet um 18.00 Uhr

Zum Fotoworkshop Portrait bitte bringen:


• Kameraausrüstung und Stativ
• Eine große Styroporplatte (ca. 50 *100 cm) und 1 Rettungsdecke (aus dem
Autoverbandskasten, erhältlich z.B. in Apotheken)
• 3 - 4 schwarze Kartons in der Größe A3 oder ein schwarzes Tuch
• Für die Nutzer von Filmkameras folgendes Material:
- 4 Stück Ilford XP2 / 400ASA oder Kodak BW 400
- 1 Stück 1600ASA / 36 Bilder Fuji Superia
• Legere Kleidung jeweils in hellen und dunklen Tönen; Schals
• Puder, Schminke und Haarspray, wenn vorhanden
• UV-Sperrfilter für Ihr Teleobjektiv, Brillenputztuch und Lippenpflegestift

Ergebnisse von Kursteilnehmern des Fotoworkshops

Ergebnisse der Kursteilnehmer - Anke Ständer und Jörg Hahne

Anke Ständer und Jörg Hahne

Jena im Januar 2005

 

 

 

 

Impressionen vom Portraitfotografieworkshop

Sammlung der Impressionen aus den Kursen der Portraitfotografie an

der Uni Erfurt, VHS Jena, VHS Sömmerda, VHS Eisenach fotografiert den von  Kursteilnehmern und mit freundlicherweise zugesandt oder Neudeutsch Reportage vom "Set". 

Kontakt:    Dieter Horn

 

Anmeldung, Preis, Leistung der Portraitschule

Leistung Fotokurs Leistung Zeichenkurs
- Anleitung durch den Fotografen Dieter Horn
- Dauer 9:15 bis 17:00 Uhr
- Maximale Teilnehmeranzahl 12
Preis (siehe Veranstalter ab ca. 60 Euro )
Die Termine und die dazugehörigen Veranstalter  sehen Sie in der hier erreichbaren Liste.
Es besteht keine Rechtsanspruch auf das parallele stattfinden der Kurse Sollte nur ein Kurs die Mindestteilnehmerzahl erreichen findet nur dieser alleine statt.

Empfehlungen zur Inspiration zur Portraitschule

Hyperlinks zur Thematik Portrait

Das Portrait aus kunsthistorischem Blickwinkel bei Wikipedia

Buchempfehlungen zur Thematik Portrait
          500 Self-Portraits, PHAIDON Verlag im Bibliotheksverbundkatalog
          Willy Brandt Porträts, Parthas Verlag im Bibliotheksverbundkatalog
Film- und Literaturempfehlungen zur Thematik Portrait

Der Kinofilm: "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" bei Wikipedia und die  offizielle englische Webseite

"Das Bildnis des Dorian Gray" von Oscar Wilde bei Wikipedia

"Die Kinder von Golzow" bei Wikipedia - Das Langzeit Portraitfilmprojekt

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© PHOTOSCHULE HORN - Dieter Horn  und Harald Blankenburg
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